Februar 09, 2020 4 min. Lesezeit

„Ich glaube, dass glückliche Mädchen die schönsten Mädchen sind.“

Audrey Hepburn
 

Na? Heute mal wieder einen bad-hair-day erwischt? Nach dem Party-Wochenende mit einem hübschen Pickel auf der Stirn belohnt worden? Und was die Waage im Badezimmer anzeigt, verträgt sich nicht so recht mit den guten Vorsätzen fürs neue Jahr? Alles halb so wild, denn was wirklich zählt, das sind doch die inneren Werte – oder etwa nicht?

Im heutigen Blog-Artikel dreht sich alles um das schärfste aller zweischneidigen Schwerter: die Schönheit. Aber was genau ist das eigentlich? Wer definiert das? Und warum ist die Optik von so großer Bedeutung? In der Welt des schönen Scheins ist oft nicht alles Gold was glänzt. Zwischen „Wer schön sein will, muss leiden“, „Schönheit liegt im Auge des Betrachters“ und „wahre Schönheit kommt von innen“, liegen offensichtlich Welten.

Wie wichtig das Äußere den deutschen Frauen ist, dazu hat die Studie "Changing Faces of Beauty" aus 2016 Anhaltspunkte geliefert. Von 7.700 befragten Frauen gibt eine knappe Mehrheit von 42% an, dass ihr die äußere Schönheit wichtiger ist, als die innere (39%). Ganz schön oberflächlich – oder eher unschön ehrlich? Vielleicht beides, denn in Sachen Schönheit sind wir oft innerlich gespalten. Gutes Aussehen? Ja, bitte! Darauf reduziert werden? Nein, danke! 

Moralisch verurteilen kann man diesen Wunsch in keinem Fall. Wir Menschen sind nun mal visuelle Wesen. Die Oberflächlichkeit wurde uns sozusagen evolutionär einprogrammiert. 100 Millisekunden – so lange dauert es, bis der erste Eindruck von deinem Gegenüber abgespeichert ist. Ob Du ihn oder sie sympathisch, attraktiv oder angenehm findest, entscheidet sich also im Bruchteil einer Sekunde. Das passiert einfach so, ob du willst oder nicht. Und wie sagt man so schön? Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance...

Sicher ist allemal: wer sich schön fühlt, der geht mit größerem Selbstbewusstsein durch die Welt. Und mal ehrlich, wer kann nicht ab und zu mal eine Extra-Portion davon gebrauchen? Gutes Aussehen ist eben die universale Visitenkarte und sagt viel aus über den eigenen Lebensstil. Allzu oberflächlich will man zwar nicht sein, aber ob nun beim Vorstellungsgespräch, beim Date mit Deinem Crush oder auf der Hochzeitsfeier Deiner besten Freundin: "die Optik ist oft die halbe Miete" -denkt man. 

Der Beauty-Stress-Faktor

Wie subjektiv die Wahrnehmung der eigenen Schönheit sein und wie destruktiv ein allzu kritisches Selbstbild sich auf das Selbstbewusstsein auswirken kann, hat die Kosmetik-Marke Dove in einer in 20 Ländern durchgeführten Studie 2010 erfasst. Dabei kam unter anderem heraus, dass nur 4% aller befragten Frauen zwischen 18 und 64 sich selbst als „schön“ bezeichnen würden. 2004 lag der Wert sogar bei nur 2%. Das klingt ziemlich deprimierend, oder?

Man darf spekulieren, ob nicht allzu ideale Vorbilder in Instagram-Profilen und Fashion-Katalogen die Latte womöglich etwas hoch gehangen haben. Immerhin geben 72% der befragten Frauen an, einen ziemlich großen Druck zu spüren, möglichst schön auszusehen. Und man muss es kaum dazu sagen: je größer der Stress, umso schlechter für den Teint. ;P

Eine der interessanteren Erkenntnisse der Studie: die befragten Frauen gehen vor allem mit sich selbst hart ins Gericht (bzw. vor den Badezimmerspiegel). Rund 54% der Frauen weltweit geben nämlich an, dass sie selbst „ihre größten Kritiker in Sachen Schönheit“ sind. Bei anderen ist man da durchaus großzügiger. 80% finden nämlich, dass jede (andere) Frau auf ihre Art schön ist. Der Begriff „Schönheit“ bleibt aber nach wie vor subjektiv-schwammig. Wer ihm mit einer Definition zu Leibe rücken will, muss auch Aspekte wie Gesundheit, Ausstrahlung und Lebensfreude einkalkulieren. Da kommen die Statistiker an ihre Grenzen.

Was tut Frau nicht alles

Kein Zweifel kann daran bestehen, dass das Thema Schönheit für viele eine ziemlich ernste Angelegenheit ist. Nicht nur nehmen die Zahl der Schönheitsoperationen, Fitnessstudio-Mitglieder (Anstieg in Deutschland von 4 auf 11 Mio. zwischen 2003 und 2018) und die Ausgaben für Kosmetikprodukte stetig zu, auch eine 2002 von der Frauenzeitschrift Brigitte durchgeführte Studie unter 28.000 Frauen lässt tief blicken.

Fast ein Viertel der Studienteilnehmerinnen würde eine Schönheits-OP in Erwägung ziehen. Deutlich über 80% aller befragten Damen waren sich einig: „wer schön ist, hat mehr Chancen im Leben.“ Selbst wenn man wünschte, dass es nicht so wäre, wer will dem widersprechen? Und der Zusammenhang zwischen Schönheit und Selbstbewusstsein tritt ebenfalls deutlich zu Tage: Über 90% der Befragten geben an, dass Sie sich vor dem Spiegel hübsch machen, weil sie sich dann selbstsicherer bzw. wohler fühlen. Auch das ist nur nachvollziehbar: als soziale Wesen sind wir den kritischen Blicken unserer Mitmenschen pausenlos ausgesetzt. Dass man daher am liebsten seine Schokoladenseite präsentiert, wer will es einem verdenken?

 

Bleibt selbstbewusst!

Zeitreise: Schon 1978 hat die Zeitschrift Brigitte eine ähnlich strukturierte Umfrage durchgeführt. Der größte Unterschied zu damals? Während vor 40 Jahren noch 14% der Frauen angaben, dass sie sich schön machen, um anderen zu gefallen sind es zum Zeitpunkt der Studie 2001 nur noch 3%, die dies angeben. Die gesellschaftlichen Konventionen haben sich deutlich verändert. Umgekehrt sagten 2001 94%, dass sie es tun, um sich selbst wohler zu fühlen (verglichen mit 79% damals). Das Selbstbewusstsein ist offenbar gestiegen. Schönheit und Wohlbefinden werden immer mehr zu einer ganz individuellen Angelegenheit. Gute Neuigkeiten!

EMERALD BERLIN legt als sustainable Fashion-Unternehmen großen Wert drauf, dass Ihr Euch wohlfühlt – mit unseren Kollektionen, mit den von uns unterstützten Projekten aber vor allem in eurer eigenen Haut. Unsere Kooperation mit DKMS Life dient dazu, denen Schönheit und Selbstbewusstsein wiederzugeben, die durch eine schwere Lebensphase gehen müssen. Bundesweit führt DKMS Life das look good feel better Patientenprogramm zu den Themen Kosmetik, Gesichtspflege und Kopfbedeckung durch, um Krebspatientinnen neue Hoffnung und Lebensfreude zu schenken. Die EMERALD Berlin x DKMS LIFE-Kollektion findet Ihr in unserem Shop – wir freuen uns auf Eure Unterstützung!

 

Der Autor dieses Blog-Artikels ist Marc Dassen. Du möchtest Ihm eine Rückmeldung geben oder hast eine Frage? Schreibe Ihm gerne via marc@emerald-berlin.com.

 

 


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