September 20, 2019 3 min. Lesezeit

Heute haben wir mal einen ganz anderen Beitrag für euch. Und zwar verrate ich euch das Rezept meines absoluten Lieblingsbrotes. Brot? – Ja Brot. Rote Bete-Walnuss-Brot. Dankt mir später dafür. Es ist wirklich köstlich.

Das Brot ist inzwischen fast schon ein Klassiker in meinem Freundeskreis und ist besonders lecker mit Pistazien-Pesto (ich empfehle niemals die Kalorien zu checken), Öl und Salz oder Tomatenbutter (natürlich auch veganer Tomatenbutter). Auch meine Nichten finden es super und nennen es schlichtweg „Rosa-Brot“, was in jedem Fall eine sehr treffende Beschreibung ist.

Was ihr dafür braucht? Eigentlich nicht viel.
Laut Rezept:

  1. 4 Knollen Rote Bete (Frisch oder gekocht)
  2. 500 gr Dinkelmehl
  3. 220 ml Wasser
  4. 1Pkg Trockenhefe
  5. 2 TL Olivenöl
  6. 2 TL Salz
  7. 50 gr Walnusskerne

Ich gebe zu, ich variiere das Rezept immer ein bisschen und find es besonders gut mit mehr Rote Bete, keinem Zucker, keinem Öl und deutlich mehr Walnusskernen. Aber vielleicht ist es ganz gut, sich beim ersten Mal an das Rezept zu halten.

Ich nutze auch oft, da es in meinem Supermarkt meistens keine frische Rote Bete gibt, die gekochte Variante. Der Vorteil daran ist, dass ihr den Saft sehr gut als Wasserzusatz nutzen könnt und so euer Brot noch etwas farbiger wird. Der Nachteil ist selbstverständlich die Verpackung. Ihr müsst es auch etwas länger backen lassen und das Wasser etwas minimieren, da die Rote Bete schon sehr saftig ist.

Ob ihr richtig liegt, seht ihr, wen ihr den Teig knetet. Zu Klebrig? Einfach etwas Mehl nachgeben. Zu trocken – Wasser.

Aber nochmal einen Schritt zurück. Und zwar zum Anfang. Ich schreibe euch mal Schritt für Schritt auf, wie ich die ganze Sache angehe. An alle erfahrenen Bäcker – bitte nicht die Augen verdrehen.

  1. Mehl in die Schüssel geben.
  2. Fruchtsaft dazugeben.
  3. Rote Bete vierteln und in den Mixer geben.
    Wichtig: Es sollten Stückchen sein. Kein Brei.
  4. Hefe – Eigentlich löst man Hefe mit Zucker und lauwarmen Wasser auf. Ich habe das am Anfang auch gemacht und mich irgendwann dazu entschieden es nicht mehr zu tun. Und wisst ihr was? Es klappt trotzdem.
  5. Alles mit Flüssigkeit vermischen und dann, mit den Händen, gut durchkneten.
    Ich versuche immer Luft unterzuheben und in den Teig einzuarbeiten. Teig dann je nach Bedarf mit mehr Mehl oder mehr Wasser „abschmecken“. Ihr solltet eine Kugel bilden können, die ihr hochnehmen könnt.
  6. Salz hinzugeben
  7. Walnüsse zerkleinern und dann ebenfalls in den Teig kneten. Vorsichtig, die Nüsse tun manchmal ein bisschen weh, wenn ihr an eine spitze Ecke kommt.
  8. Ich heize den Backofen immer auf 150 Grad vor, während ich den Teig mache. Eigentlich müsstet ihr den Teig zweimal gehen lassen. Vor und nach den Nüssen. Aber auch das mache ich nicht mehr und ich habe das Gefühl, mein Brot war noch nie so gut.
  9. Springform rausholen. Ihr könnt jetzt entweder das Brot direkt in der Form backen, oder wie ich, ein Backpapier dazwischen legen. Ich finde das hat den Vorteil, dass man es dann anschließend immer wieder darin verpacken kann. Die andere Version ist jedoch die deutlich nachhaltigere.
  10. Brotteig in die Mitte der Form geben.
    Manche bestreichen den Teig jetzt mit Wasser, um eine bessere Kruste zu bekommen. Ich mache auch das nicht und habe eigentlich immer eine super Kruste.
  11. Ich lasse das Brot, durchs die viele Flüssigkeit eine ganze Weile (ca. 45 Minuten) auf 150 Grad im Ofen. Ihr werdet merken, dass es aufgeht und langsam eine Kruste bildet. Wenn ich das Gefühl habe, das Brot ist jetzt ziemlich durchgebacken, drehe ich die Temperatur nach oben (220 Grad).
    Ab jetzt heißt es aufpassen! Ich schaue alle 5-10 Minuten nach dem Brot, um den perfekten Braunton zu erzielen. Manchmal ist das gar nicht so einfach, da das Brot durch die Rote Bete eh schon sehr gefärbt ist.
  12. Herzlichen Glückwunsch. Euer Brot ist fertig. Nehmt es aus dem Ofen.

Solange das Brot noch heiß ist, ist es noch etwas klebrig. Die Konsistenz wird deutlich fester, wenn ihr es etwas abkühlen lasst. Mir fehlt hierfür aber oft die Geduld und meine erste Schreibe oft noch dampfend.
Ich bin ziemlich sicher, dass ihr genauso begeistert sein werdet, wie wir. Happy Backen.


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