August 26, 2020 2 min. Lesezeit

Liebe Jamina, du und das Meer, das ist eine lange Liebesgeschichte. Was fasziniert dich so am Meer?

Ich bin am Strand aufgewachsen und habe immer in der Nähe vom Meer gelebt. All meine Kindheitserinnerungen spielen an den Stränden von Sylt und St Peter Ording. Es ist mein safe & happy place, seitdem ich denken kann.

 

Gab es einen Schlüsselmoment für dich, an dem du gedacht hast, dass wir uns einfach viel mehr um das Meer kümmern sollten?

Es gibt tatsächlich zwei Momente. Ganz fernab von meiner geliebten Nordsee, waren wir in Panama auf den San Blas Islands, das ist eine Gruppe von 365 weitgehend unbewohnten Karibikinseln im Gebiet der Kuna Indianer. Dies schien für uns zunächst wie ein reines, unberührtes Naturparadies - bis wir dann all den vergrabenen Plastikmüll am Strand entdeckt haben. Die komplette Insel war umgeben von großen blauen Säcken , die von der Strömung freigespült und aufs Meer getragen wurden. Das hat uns ganz klar vor Augen geführt, dass an jedem Fleck der Erde ein riesiges Problem herrscht.

Ein viel näher liegendes Erlebnis hatte ich hier bei uns an der Küste, auf unserer neuen Lieblingsinsel Juist: Hier zeigen sich bereits heute deutlich sichtbare Auswirkungen des Klimawandels, die uns dort bei einer Wattwanderung ganz handfest vor Augen geführt wurden: so können sich zum Beispiel die Miesmuscheln, wichtige Nahrungsquelle für einige Wattvögel, bei diesen Temperaturen im Wattenmeer nicht mehr erfolgreich fortpflanzen… Es gibt soviele Baustellen und Probleme die das Meer aktuell erlebt und da möchte ich helfen.

 

Was bedeutet Meeresschutz für dich?

Ohne Meer kein Leben - die Meere bedecken rund 70 Prozent der Erdoberfläche und sind von entscheidender Bedeutung für uns Menschen. Wir müssen gemeinsam gegen Überfischung und Vermüllung vorgehen.

 

Was können wir alle im Alltag für den Meeresschutz tun?

Zur Wahrheit gehört hier sicherlich, dass für uns in Deutschland und Europa der Umweltschutzgedanke schon sehr präsent ist. Der Kampf gegen Verpackungsmüll ist hier schon sehr weit gediehen. Wo es meiner Meinung nach noch viel Spielraum gibt, ist bei Ernährung und Kleidung. So kann man sich am Tiefkühl-Regal für Fisch aus nachhaltiger Zucht entscheiden und bei der Kleidung auf natürliche Stoffe achten. Denn auch jede Kunstfaser ist ein Kunststoff, der entweder verbrannt wird und als CO2 in der Atmosphäre landet, oder vielleicht irgendwann als Mikroplastik im Magen eines Fisches.

 

Dein Geheimtipp für den perfekten Tag am Meer?

Das wichtigste ist, sich bewusst Zeit zu nehmen, so dass man die Natur auf sich wirken lassen kann. Stundenlang spazieren gehen, die frische Meeresluft einatmen und das Leben wertschätzen!


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