April 12, 2020 7 min. Lesezeit

Jedes Projekt beginnt mit einer ersten Idee, jede Reise mit einem ersten Schritt. EMERALD BERLIN entwickelte sich in kurzer Zeit von einer einfachen, spannendenIdee zu einem reifen Start-Up-Unternehmen. Was, wer, wie und warum - erfahre alles über EMERALD BERLIN in dieser kurzen Geschichte über die EB-Odyssee. Eine wahre Erzählung vom Glück, von harter Arbeit und vom Vertrauen in eine gemeinsam Vision.


Starke Statements, gute Zwecke

Der Groschen fiel im Jahre 2016, nachdem Barbara - die bereits zehn Jahre Berufserfahrung in der Mode- und Lifestylebranche gesammelt hatte - zum ersten Mal den Slogan des bald darauf neuen US-Präsidenten Donald Trump zu Ohren bekam. "Damals war der Make-Aerica-Great-Again-Slogan überall", nicht zuletzt auf Shirts und Basecaps. Dass ein Präsidentschaftskandidat diesen Slogan einfach für sich recyceln und ihn zu "seinem" Wahlspruch machen konnte, das hat Barbara fasziniert.

Das Phänomen, dass ein solches rhetorisches Element die ganze Welt praktisch in Lichtgeschwindigkeit durchdringen konnte, brachte Barbara zum Nachdenken. "Zu dieser Zeit wurde mir erneut klar, wie mächtig eigentlich Kleidungsstücke sein können und wie weit man mit ihnen bestimmte Botschaften verbreiten kann." Nur eine offensichtliche Frage blieb offen: wie könnte man diese enorme Macht von solchen Statements für etwas Gutes, etwas Positivs nutzen? Einige Wochen vergingen, doch diese Gedanken trug Barbara fortan mit sich herum, wo auch immer sie gerade war...

Wie die Idee entstand

Um die Weihnachtszeit 2016 - Trump war gerade ins Weiße Haus gewählt worden - fand Barbara das letzte Puzzlestück. Oder besser gesagt: es fand Sie. Als sie einen Brief einer Wohltätigkeitsorganisation erhielt, für die sie schon seit einem Jahrzehnt monatlich spendete, gelang es ihr, die Teile zusammenzusetzen. Als sie den Brief öffnete, der auch eine kleine Notiz ihres Patenkindes enthielt, das sie seit so langer Zeit finanziell unterstützte, schossen ihr so manche Gedanken durch den Kopf:

"Der Brief begann mit den Worten: "Lieber SPONSOR - "Sponsor", dachte ich... Auch wenn das vielleicht die korrekte Bezeichnung  war, fühlte es sich doch irgenwie nicht richtig an für mich, irgendwie falsch, irgendwie bedeutungslos."

Warum fühlte es sich so komisch an? Weil - so beschreibt sie es später auf ihrem Blog - ihr einfach "vollständig die Verbindung zu dem Projekt fehlte", das sie schon so lange unterstützte. Barbara schrieb: "Ich war nie in seinem Heimatland, wusste nichts von seinen Lebensumständen und hatte keine andere Verbindung zur Organisation. Die Patenschaft hatte ich übernommen, weil ich das Projekt aus den Medien kannte, und nicht weil ich tatsächlich der Meinung war, dass es genau "mein Projekt" sei. Versteht das nicht falsch. Barbara stellte Ihr Engagement für die Organisation nicht in Frage, stattdessen fühlte sie aber, dass etwas Wichtiges fehlte.

Sie begann ihre Freunde danach zu fragen, was sie über das Spenden denken und fand heraus, dass kaum einer regelmäßig für einen guten Zweck etwas abgab. Warum ist das so? Sie alle haben sehr gute Jobs, die meisten von ihnen noch keine Kinder, nicht mal ein Haus oder ein Auto. Barbara fand heraus, dass die Mehrheit ihrer Freunde ganz einfach keine persönliche Verbindung zu den Themen der existierenden Organisationen aufgebaut hatte. Sie wussten auch einfach nicht, wo sie sich darüber informieren sollten. 

Jedes Mal wenn sie begannen, sich für einen guten Zweck zu engagieren und zu spenden, brachen sie es nach kurzer Zeit wieder ab, da es für sie einfach nicht passte. Frage an die Leser: Wisst Ihr, was die vielen NGO's eigentlich so machen und könnt ihr mindestens zehn von fast 600.000 allein Deutschland operierenden Organisationen nennen?

Nachhaltig, was sonst?

Von da an war das Ziel ziemlich klar: echte Geschichten erzählen, echte Verbindungen knüpfen, einfache Zugänge zu oft schwierigen Themen ermöglichen und echte Beziehungen zwischen Charity-Organisationen und jenen aufbauen, die diese unterstützen. "Wir müssen Marketing für Charity's völlig neu denken. Das Marketing hat sich in den letzten 10 Jahren so enorm verändert. Wir müssen die neuen Marketing-Kanäle auch für wohltätige Zwecke nutzbar machen", so Barbara. Das ist der Grund, warum EMERALD BERLIN als Vermittler zwischen Nichtregierungsorganisationen (NGO's) und Influenzern in den Sozialen Medien gegründet wurde.

Wie wir alle wissen sind die Sozialen Medien, ganz besonders Instagram, wie gemacht für visuelle Inhalte. An dieser Stelle kam Mode wieder zurück ins Spiel. Barbara brauchte ein visuelles Werkzeug, um die Botschaften zu transportieren und den richtigen Content zu erschaffen, mit dem Influenzer aus allen möglichen Bereichen arbeiten können. Darum entschied sie sich ihre Marketing-Plattform als Lifestyle-Marke aufzubauen, die sich rund um NGO-Themen bewegt. Und eine Sache war absolut sicher: alle Textilien, die EMERALD BERLIN als Leinwand für die Verbreitung von Botschaften nutzen würde, mussten zu 100% nachhaltig sein. Warum? Weil nach Barbaras Verständnis "alles andere unsere Vision nicht adäquat repräsentieren kann. Nachhaltigkeit muss oberste Priorität haben."

Für Barbara war klar, dass auch wenn der Lifestyle-Aspekt zu Beginn den größten Raum bei EMERALD BERLIN einnehmen würde, so musste ihr Start-up dennoch völlig anders funktionieren als irgendein anderes Modelabel. EMERALD BERLIN wurde deshalb errichtet als eine Plattform für Awareness, als eine soziale Achtsamkeits-Community, ein Netzwerk, in dem man sich austauschen, sich informieren kann zu sozialen Themen und wo man wirklich schnell und einfach soziale Projekte findet, die einen wirklich berühren - und die man dann auch persönlich unterstützen möchte, und zwar nicht nur finanziell sondern noch viel mehr mit der eigenen Stimme. Als dann im Jahr 2018 EMERALD BERLIN offiziell gegründet wurde, nahm Barbaras Traum endlich Gestalt an.

Nur ein weiteres Mode-Label?

Warum eine Plattform für Aufmerksamkeit? Warum nicht einfach eine Spenden-Plattform? Geht es nicht einfach nur darum, die NGO's finanziell so zu unterstützen, dass sie ihre Arbeit machen können? Klar geht es darum. Doch wirklich langfristig helfen kann man eben nur, wenn man die Probleme und Projekte der Organisationen wirklich versteht. Es reicht jungen Menschen nicht, einfach nur zu wissen, dass es da draußen Menschen gibt, die ernste Probleme haben. Wir wollen wirklich verstehen was los ist, wo die Ursachen liegen und was genau wir tun können. Wir möchten uns informieren - und genau hier beginnt die Arbeit von EMERALD BERLIN.

AWARENESS ist der Kern des gesamten Konzepts. Alles dreht sich um Bewusstsein. Barbara schrieb in diesen Tagen, was genau ihrer Ansicht nach so besonders war daran, Modekollektionen mit wohltätigen Projekten zu verknüpfen:

"Da unsere Statements sichtbar getragen werden können, wird jeder der unsere Produkte trägt zu einem Multiplikator für die Botschaft der Organisation. Oder denkst Du nicht, dass es ganz schön cool ist, dass Du immer eine schöne und interessante Geschichte erzählen kannst, wenn Dich jemand nach deinem Shirt fragt, statt eben nur zu sagen, von welcher Marke es ist? Ich liebe das!!"

Mit Influenzern und Content-Produzenten in den Sozialen Medien zu kooperieren, um positive Botschaften zu verbreiten und das Bewusstsein für soziale, politische oder ökologische Themen zu erweitern - besonders unter jungen Leuten - ist einer der Hauptbestandteile der Erfolgsgeschichte, die EMERALD BERLIN im Folgenden erleben wird. Barbara sagte es am treffendsten:

"Wir sind immer sehr dankbar und enthusiastisch, wenn wir sehen wie viele tolle Persönlichkeiten uns mit ihrer Stimme unterstützen wollen. Wir wissen, dass das keine Selbstverständlichkeit ist."

Es ist vielleicht genau der richtige Ort und Zeitpunkt, um all den wundervollen Menschen, die einen so großen Beitrag geleistet haben zum Erfolg und Wachstum von EMERALD BERLIN, die unsere Botschaft weiter getragen haben und Teil unserer Familie wurden, ein riesengroßes Dankeschön auszusprechen. Ihr wisst, wer Ihr seid und wir lieben Euch dafür. Vielen vielen Dank!

Teamwork makes the dream work

In den ersten eineinhalb Jahren des Projektes arbeitete Barbara praktisch alleine, erledigte Tausend Dinge auf einmal, nicht zuletzt kümmerte sie sich um die Kommunikation auf allen sozialen Kanälen, blieb in Kontakt mit Produzenten und Kunden und führte immer neue Gespräche mit möglichen Investoren. Wie Du dir sicher vorstellen kannst, ist es immer schwer, den richtigen Partner zu finden. Und wenn man nur den Zahlen glaubt, dann ist es umso schwerer für eine Frau, als sogenannter Solopreneur, noch dazu als Person mit Migrationshintergrund, der es nicht darum geht so viel Geld wie möglich zu verdienen, sondern tatsächlich etwas zu tun, was die Welt zu einem besseren Ort macht.

Um dieses Ziel zu erreichen, lud sie viele ihrer Freunde dazu ein, ihr mit verschiedenen Aufgaben zu helfen. Um nur einige Wenige zu nennen: Sebastian übernahm die IT-Aufgaben, entwickelte die Webseite und den Shop, Michi half Barbara bei der Erschaffung von wunderschönen Designs für die ersten Kollektionen, die EMERALD BERLIN einen ganz besonderen Charme verliehen. Thomas hat einen großartigen Job gemacht, Barbara darin zu unterstützen, die Details für mögliche Investoren transparent zu machen und sie war wirklich traurig, als er sich dann doch entschied, seinen beruflichen Weg in einem anderen Unternehmen fortzusetzen. Barbara war allen, die an der Realisation ihres Traumes mitgewirkt haben, so unglaublich dankbar, als sie damals schrieb: "Vielen Dank, Ihr seid die Besten!"

Sie alle zusammen haben es geschafft. Nicht nur haben sie die harte Anfangszeit eines jeden Start-Up's gemeinsam überstanden, sie haben auch einen wirklich großartigen partner gefunden, um die Reise fortzusetzen: Impact Collective. EMERALD BERLIN wuchs von einem kleinen Samenkorn zu einer starken Pflanze mit tiefen Wurzeln heran. Und mit dem schnellen Wachstum und den ständig steigenden Herausforderungen und Aufgaben mussten auch neue Teammitglieder gefunden werden.

Heute sind Katja, Kim, Ben und Marc als stolze Mitglieder der EMERALD-Familie an Barbaras Seite und sie geben ihr Bestes, um den Traum ständig weiterzuentwickeln und sicherzustellen, dass Barbaras Idee nie aufhört zu wachsen. Neben einer Million anderer Aufgaben, die Ihr obliegen, ist Katja heute Barbaras Partnerin, Co-Founderin und CFO des Unternehmens, Vanessa und Kim haben die Entwicklung von Kollektionen und Kooperationen mit einer ganzen Reihe verschiedener Influenzer und NGO's übernommen, die EMERALD BERLIN so besonders machen.

Unser wundervoller Praktikant Ben managed die Sozialen Medien, baut Landing-pages auf der Webseite und behält immer den Überblick über de Zeitplan, um sicherzustellen, dass das gesamte Team immer genau weiß was die anderen gerade tun. Ein Bestandteil davon ist es etwa, den Redakteur des Teams, Marc, über alle geplanten Events, Kollaborationen und Veröffentlichungstermine zu informieren. Blog-Artikel schreiben, Captions für die sozialen Medien formulieren, Texte redigieren und den Content auf der Webseite erstellen, dies sind einige der Aufgaben, die in seiner Verantwortung liegen.

Zurück in die Zukunft

Für die Zukunft hat EMERALD BERLIN viel vor: die Erweiterung des eigenen Horizonts steht an erster Stelle. Das Team entwickelt nicht nur immer neue Awareness-Kollektionen und baut immer stärkere Verbindungen zu NGO's auf, auch machen sich Barbara und Katja Gedanken über völlig neue Marketing-Konzepte für wohltätige Organisationen, während sie parallel dazu eine große Zahl solcher Organisationen persönlich beraten, die nach einem neuen, frischen Ansatz in Sachen Marketingstrategie und Zielgruppen-Erschließung suchen. 

Derzeit arbeiten wir an unserem nächsten Schritt, um auf ein ganz neues Level zu gelangen und noch mehr Organisationen dabei zu helfen, für so viele Menschen wie möglich noch bekannter und sichtbarer zu werden. Stay tuned! Wir garantieren - es wird nicht langweilig werden!

Wenn Du mehr über uns und über die Arbeit von EMERALD BERLIN herausfinden willst, dann besuche unsere Webseite und schau Dir unsere Projekte an. Und all den Unterstützern, Freunden, Kunden und Followern: Danke für Alles! Ohne euch hätten wir nichts erreichen können. Macht weiter so, teilt unsere Botschaften,folgt uns auf Instagram, erzählt Euren Liebsten von uns und "Wear a better message"!


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